Moderne Einsamkeiten - Telemediale Gemeinschaften: Wie Fernsehserien Menschen über Kulturen hinweg verbinden - Einzelansicht

  • Funktionen:
  • Zur Zeit keine Belegung möglich
Veranstaltungsart Blockseminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2025/26
Einrichtung Zessko - StudiumPlus   Sprache deutsch
Belegungsfrist 01.10.2025 - 10.11.2025   
Gruppe 1:
     Zur Zeit keine Belegung möglich
    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson Ausfall-/Ausweichtermine Max. Teilnehmer/-innen
Einzeltermine anzeigen
Blockseminar Fr 09:30 bis 18:00 Einzeltermin am 07.11.2025 1.19.0.29 Newiak   20
  Bemerkung: 7. November 2025 (6 UE) Am Neuen Palais,
Einzeltermine anzeigen
Blockseminar Fr 09:30 bis 18:00 Einzeltermin am 12.12.2025 1.19.0.29 Newiak   20
  Bemerkung: 12. Dezember 2025 (8 UE)Am Neuen Palais
Einzeltermine anzeigen
Blockseminar Fr 09:30 bis 18:00 Einzeltermin am 09.01.2026 1.19.0.29 Newiak   20
  Bemerkung: 9. Januar 2026 (8 UE)Am Neuen Palais
Einzeltermine anzeigen
Blockseminar Fr 09:30 bis 18:00 Einzeltermin am 30.01.2026 1.19.0.29 Newiak   20
  Bemerkung: 30. Januar 2026 (8 UE)Am Neuen Palais
Kommentar

 Im soziologischen Forschungsdiskurs ist unumstritten, dass die hochmodernisierten Gesellschaften zur sozialen Desintegration tendieren: Individualisierung, Beschleunigung und Digitalisierung treiben die Menschen der Spätmoderne tendenziell eher auseinander als zusammen.

Dennoch bleiben auch die hypertechnisierten, wettbewerbsorientierten und zunehmend komplexen Gesellschaften handlungsfähig und reagieren flexibel auf die sich dynamisch verändernden Lebensrealitäten. Hierfür braucht es eine effiziente gesellschafts- und kulturenübergreifende Kommunikation, wie sie etwa gegenwärtige Fernsehserien leisten.

Ausgehend von soziologischen Theorien moderner Vereinsamung untersucht das Seminar die gemeinschaftsstiftenden Funktionen von Fernsehserien, wie sie in der aktuellen medienwissenschaftlichen Forschung beschrieben werden. Vor dem Hintergrund kulturkritisch-pessimistischer Perspektiven auf das Fernsehen als 'Vereinsamungsmaschine', wie sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts vorherrschten, werden die derzeit dominanten Perspektiven auf Fernsehserien betrachtet, die die verbindenden Kräfte betonen, die die Gesellschaft zusammenhalten: Verhaltensmodellierung, die Sichtbarmachung sozialer Kausierung und die Produktion von Zeitstrukturen helfen den spätmodernen Gesellschaften, ihre Interaktionen zu koordinieren; Kult und Fantum, Verhandlung von Wahrheit und die Erzeugung parasozialer Beziehungen bringen neue Erfahrungen von Nähe im Zeitalter wachsender Distanz hervor. Können Fernsehserien dazu beitragen, die Einsamkeiten der Spätmoderne besser durchzustehen oder gar zu überwinden -- oder produzieren sie nicht ihre ganz eigenen Einsamkeiten?

Zur Teilnahme ist keine medienwissenschaftliche Vorkenntnis nötig, jedoch sind ein gewisses Interesse an Fragen sozialen Wandels sowie eine Affinität für zeitgenössische Fernsehserien, anhand derer die Theorien geübt werden, von Vorteil.

 

Voraussetzungen

eine regelmäßige und aktive Teilnahme, Referat

Leistungsnachweis

Zahl der LPs: 3 LP, unbenotet


Strukturbaum
Die Veranstaltung wurde 2 mal im Vorlesungsverzeichnis WiSe 2025/26 gefunden:
Vorlesungsverzeichnis
Studiumplus / Schlüsselkompetenzen
Prüfungsversion WiSe 2013/14
Ba-SK-Z-8 - Interkulturalität - Multikulturalität - Transkulturaltität  - - - 1 offens Buch
Humanwissenschaftliche Fakultät
Department Psychologie
Master of Science
Psychologie mit den Schwerpunkten Arbeits- und Organisationspsychologie oder Kognition und Verhalten (Prüfungsversion ab WiSe 2023/24)
Außerpsychologische Kompetenzen
Ba-SK-Z-8 - Interkulturalität - Multikulturalität - Transkulturalität  - - - 2 offens Buch