Das Seminar widmet sich dem Thema Föderalismus und Dezentralisierung in nicht-demokratischen Kontexten. Im Zentrum steht die Verknüpfung theoretischer Ansätze der Föderalismus- und Dezentralisierungsforschung mit Konzepten der Autoritarismusforschung, um politische, administrative und finanzielle Beziehungen zwischen Zentrum und Regionen in Autokratien zu analysieren. Russland dient dabei als zentrales Fallbeispiel und wird im Vergleich mit weiteren föderalen und unitären autoritären Regimen betrachtet. Die Studierenden erhalten vertiefte Einblicke in die historischen Entwicklungen und aktuellen Dynamiken des russischen Mehrebenensystems, insbesondere in die Beziehungen zwischen zentralstaatlicher und regionaler Ebene sowie in politische Prozesse auf subnationaler Ebene. Darüber hinaus werden die Rolle innerstaatlicher Grenzen, ethnische Vielfalt sowie politische und sozioökonomische Asymmetrien zwischen Regionen im föderalen Kontext untersucht und theoretisch kontextualisiert.
Bei IRS-Studierenden erfolgt die Anmeldung fürs Seminar ausschließlich über das Modul SLR_BA_025.
Seminar (3 LP): Referat
Hausarbeit (3 LP): je nach Modulanforderungen