Das wohl auffälligste Merkmal des jiddischen Films ist die Tatsache, dass die meisten Filme Musikfilme sind, in denen viel gesungen und viel musiziert wird. Diese Besonderheit teilt der jiddische Film mit dem jiddischen Theater, aus dem er hervorging. Zur kurzen „goldenen Ära“ des jiddischen Films in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre gehören vor allem die vier Filme des Produzenten, Regisseurs und Schauspielers Joseph Green, die in Polen kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust in einem authentischen jüdischen Milieu gedreht wurden. Green wurde später als „Steven Spielberg der jiddischen Filmemacher“ bezeichnet. Sein Film Yidl mit’n Fidl mit der Schauspielerin und Sängerin Molly Picon in der Hauptrolle war besonders beliebt. Mehrere bedeutende Komponisten, darunter Abraham (Abe) Ellstein, Alexander Olshanetsky und Sholom Secunda, schufen Musik für die jiddischen Filme jener Zeit, die sich durch eine enge Verbindung zur jüdischen Volksmusik auszeichnete.
Referat und Hausarbeit für 6 Punkte mit Benotung, nur Referat für 3 Punkte ohne Benotung.