Israel und Edom in Bibel und Archäologie - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester WiSe 2025/26
Einrichtung Institut für Jüdische Theologie   Sprache deutsch
Belegungsfrist 01.10.2025 - 10.11.2025

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson Ausfall-/Ausweichtermine Max. Teilnehmer/-innen
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Seminar Fr 12:00 bis 14:00 wöchentlich 17.10.2025 bis 06.02.2026  N.N. Prof. Dr. Liwak 26.12.2025: 2. Weihnachtstag
02.01.2026: Akademische Weihnachtsferien
  Bemerkung: Raum: Schwarz Bibliothek Berlin
Kommentar

Nachdem in den letzten beiden Semestern die südlichen und nördlichen Nachbarn des antiken Israel - Philister und Phönizier - und ihre Beziehungen zu Israel und Juda (Nord- und Südreich) Thema des Seminars waren, geht es in diesem Semester um die biblisch-archäologischen Aspekte Edoms, das im heutigen Jordanien und - in der Regel übersehen - im südlichen  Israel (Negev) zu finden ist. Die Hebräische Bibel stellt das Verhältnis der beiden als komplizierte Familiengeschichte dar, in der die Zwillinge Jakob und Esau für Israel und Edom stehen, darüber hinaus aber auch als schmerzhafte politische Beziehung der beiden Größen. Die entsprechenden Texte werden wir paradigmatisch exegesieren.

Im Seminar soll es um die Entstehung und Geschichte der Edomiter und ihre Kultur, Architektur, Wirtschaft, Schrift, Sprache und Religion gehen. Die Bibel kommt vor allem ins Spiel, wenn es um Erfahrungen und Einstellungen gegenüber den Edomitern geht. Eine interessante Frage berührt z.B. das Problem, ob der Gott Israels aus dem Gebiet der Edomiter stammt. Wenn die Zeit es erlaubt, könnte am Schluss ein rezeptionsgeschichtlicher Blick auf die Edomiter in neuerer jüdischer Literatur stehen, etwa anhand von Lion Feuchtwanger und Heinrich Heine.

Literatur

M. Weippert, Edom und Israel, in: Theologische Realenzyklopädie Bd. 9, 1982, 291-299; M. Leuenberger, JHWHs Herkunft aus dem Süden. Archäologische Befunde - biblische Überlieferungen - historische Korrelationen, in: Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 122 (2010), 1-19; P. Bienkowski, Edom during the Iron Age II Period, in: Oxford Handbook of Archaeology of the Levant, 2014, 782-794; N. Na'aman, Judah and Edom in the Book of Kings and in Historical Reality, in: R.I. Thelle u.a. (Hgg.), New Perspectives on Old Testament Prophecy and History (FS H.M. Barstad), Vetus Testamentum Supplementum 168, 2015, 197-211; C. Frevel, "Esau, der Vater Edoms" (Gen 36,9.43) - ein Vergleich der Edom-Überlieferungen in Genesis und Numeri vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung, in: The Politics of the Ancestors. Exegetical and historical perspectives on Gen 12-36, hg. v. M. Brett u.a., 2018, 329-364; J. Wöhrle, Edom/Edomiter, in: Wissrnschaftliches Bibellexikon (WiBiLex, online, 2019); A. Danielson, Edom in Judah. Archaeological Investigation of Identity, Interaction and Social Entanglement, in: About Edom and Idumea in the Persian Period, 2022, 117-150; J.M. Tebes, Edom and Southern Jordan in the Iron Age, in: The Ancient Israelite World, 2023, 639-657.

Für den Einstieg sei besonders auf den online-Beitrag von Jakob Wöhrle hingewiesen.

Bemerkung

Die Veranstaltung findet in der Schwarz Bibliothek statt (Oranienburger Str. 32, 10117 Berlin-Mitte; Eingang links vom Eingang zu den Heckmann Höfen)

Voraussetzungen

Es gibt keine Voraussetzungen. Eine gegebenenfalls verwirrende bzw. unbekannte Begrifflichkeit wird ebenso erläutert wie es die historischen und theologischen Kontexte werden.

Leistungsnachweis


Referat (30-45 min.) bzw. Essay oder Seminararbeit (20.000 Zeichen).

 


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester WiSe 2025/26 , Aktuelles Semester: SoSe 2026