Umfassender Überblick der Grundwerke zum Studium und Forschung der Jüdischen Theologie.
Dieses Seminar führt in die grundlegenden Werke und Kategorien der jüdischen Theologie ein. Der Begriff einer jüdischen Theologie ist eine historisch späte Erscheinung, deren Geschichte und Bedeutung für das Fach in diesem Seminar entsprechend beleuchtet wird.
Die oberste Pflicht im Judentum, das Studium der Torah (Talmud Torah), wie sie in der Schrift selbst und danach in der rabbinischen Literatur Erwähnung findet, betrifft, wie jedes Studium, Texte und Grundbegriffe, die es zu erschließen gilt. Von dieser Grundlage aus, wird ein Verständnis aller weiteren Entwicklungen in der jüdischen Geschichte des Denkens (von mittelalterlicher Philosophie und Kabbala bis zur Neuzeit und Postmoderne) zugänglich.
Die jüdische „Theologie” ist an die griechische Terminologie, genauso wie die jüdische „Philosophie” angelehnt, und verleiht diesen Begriffen folglich ihre eigene Prägung. Wie diese, betrifft sie die Deutung der sogenannten ‚höchsten‘ Dinge, nämlich die Bestimmung des (göttlichen) Seins, des Menschen und der Welt.
Wie das Universitätsfach der jüdischen Theologie eine Jahrtausende alte Denktradition in die Gegenwart überführt, und welche berufliche Laufbahn sie ermöglicht, werden wir in diesem Seminar durch unterschiedliche Ansätze und Beispiele auch besprechen und näher kennenlernen.
*Wegen jüdischer Feiertage, findet die erste Sitzung in der zweiten Semesterwoche statt, am 22.10.2025.
Leo Baeck, Das Wesen des Judentums, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 2006.
Manfred Baumotte (Hg.), Wie Rosen unter den Dornen: Kabbalistische Weisheit, Benziger Verlag, Düsseldorf und Zürich, 2001.
Julius Carlebach (Hg.), Wissenschaft des Judentums, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1992.
Umberto Moshe David Cassuto, The Documentary Hypothesis and the composition of the Pentateuch. Eight Lectures, Magnes Press, Jerusalem, 1961.
Schalom Ben-Chorin und Verena Lenzen (Hg.), Lust an der Erkenntnis: Jüdische Theologie im 20. Jahrhundert, München, Piper Verlag, 1988.
Efrat Gal-Ed, Das Buch der jüdischen Jahresfeste, Suhrkamp Verlag, Berlin, 2019.
Abraham J. Heschel, The Prophets, Harper Collins, New York, 2001 (1962, 1969, 1971).
Matthias B. Lehmann, Jüdische Geschichte: von der Antike bis zur Gegenwart, C.H. Beck, München, 2025.
Pnina Navè Levinson, Einführung in die rabbinische Theologie, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1982.
Pnina Navè Levinson, Volk Israel; Eine Kulturgeschichte des Judentums, Lutherisches Verlagshaus, Hannover, 2001.
André Neher, Jüdische Identität, Verlagsanstalt, Hamburg, 1995.
Marc-Alain Ouaknin, Das verbrannte Buch: Den Talmud lesen, Berlin, Quadriga, 1990.
Marc-Alain Ouaknin, Symbole des Judentums, Brandstätter Verlag, Wien, 1995.
Cecil Roth, Short History of the Jewish People, East and West Library, London, 1948.
Gershom Scholem, Die Geheimnisse der Schöpfung, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 2018.
Susanne Talabardon und Helga Völkening, Die Hebräische Bibel: Eine Einführung, be.bra wissenschaft verlag GmbH, Berlin-Brandenburg, 2015.
Eveline Goodman-Thau, Erbe und Erneuerung, Picus Verlag, Wien, 2004.
Yosef Hayim Yerushalmi, Zachor: Erinnere Dich! Jüdische Geschichte und jüdisches Gedächtnis, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 1988, 1996.
*Wegen jüdischer Feiertage, findet die erste Sitzung in der zweiten Semesterwoche statt, am 21.10.2025.
Keine
Für 3LP schriftliche Ausarbeitung im Umfang von ca. 10.000 (+/- 3.000) Zeichen, nach Absprache mit der Dozentin.
Inhalt und Form, Lehre und Forschung einer Jüdischen Theologie.
Bachelor Studiengang in Jüdische Studien und Theologie, Religionswissenschaften und Lehramt Ethik, Philosophie und alle mit Interesse.