Mit den Reformversuchen der Gracchen beginnt in der Geschichte der römischen Republik eine Epoche, die im Allgemeinen als "Krise der römischen Republik" bezeichnet wird.
Im Seminar werden in enger Arbeit mit den Quellen die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Spannungen, die letztlich zum Zusammenbruch der republikanischen Ordnung und zur Etablierung des Prinzipats führten, erarbeitet.
Behandelt werden zentrale Themen wie die Auswirkungen der Expansion Roms, die Krise der Agrarverfassung, das Reformprogramm der Gracchen, die Rolle der Heeresreform sowie die Bürgerkriege zwischen Marius, Sulla, Pompeius und Caesar. Auch ideengeschichtliche Aspekte, etwa der Wandel republikanischer Werte und der Einfluss charismatischer Führungsfiguren, werden diskutiert.
Ziel des Seminars ist es, ein differenziertes Verständnis für die Ursachen und Dynamiken dieser epochalen Krise zu entwickeln, die den Weg für das römische Kaiserreich ebneten.
Bringmann, K.: Geschichte der römischen Republik. München 2002. Christ, K.: Krise und Untergang der römischen Republik. WBG, Darmstadt 2019 (Nachdruck der 8. Auflage von 2013). Crawford, M.: Die Römische Republik. München 1984 (dtv, Geschichte der Antike, Bd. 5). Syme, R.: Die römische Revolution. Machtkämpfe im antiken Rom. Grundlegend revidierte und erstmals vollständige Neuausgabe, hg. von Christoph Selzer und Uwe Walter, (Originalausgabe: The Roman Revolution, Oxford University Press, Oxford 1939), Klett-Cotta, Stuttgart 2003.
Referat, Hausarbeit