Das Seminar beschäftigt sich mit der Rolle der Medien in demokratischen Gesellschaften und untersucht deren Einfluss auf politische Prozesse mit einem Fokus auf die Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Exkursion in das Bundespresseamt folgt eine Einführung in die Strukturen und Funktionsweisen des deutschen Mediensystems sowie zentrale theoretische Perspektiven auf Mediendemokratie und -öffentlichkeit. Anschließend wird eine vergleichende Perspektive auf Mediensysteme eingenommen, bevor Merkmale der politischen Kommunikation und Medienlogik – einschließlich der Rolle von Medien in Wahlkämpfen – diskutiert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der differenzierten Betrachtung der digitalen Öffentlichkeit bzw. der sozialen Medien in Abgrenzung zu traditionellen Medien sowie der Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR). Ein Gast aus dem ÖRR wird Einblicke in aktuelle Herausforderungen wie Künstliche Intelligenz, Fake News und Desinformation geben und Ansätze im Umgang damit vorstellen. Darüber hinaus widmet sich das Seminar der Beziehung zwischen Populismus und (sozialen) Medien: Neben begrifflichen und theoretischen Grundlagen werden populistische Kommunikationsstrategien in traditionellen wie digitalen Öffentlichkeiten analysiert und anhand von Fallstudien kritisch diskutiert.