Der in Berlin geborene und in den 1950er Jahren aus dem Exil in Uruguay zurückgekehrte jüdische Filmemacher Peter Lilienthal gehörte zu den wichtigsten Regisseuren des Neuen Deutschen Films und realisierte zahlreiche Ko-Produktionen zwischen Deutschland und lateinamerikanischen Ländern. Er verstarb 2023 in München, sein Nachlass kam in das Archiv der Akademie der Künste, mit der er eng verbunden war. Lilienthals Bibliothek, an der sich in besonderer Weise Spuren seiner Arbeitsprozesse, seine breit gefächerten Interessen und seine unrealisierten Projekte untersuchen lassen, hat im Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum einen Platz gefunden und wird dort bewahrt und erschlossen.
Im Rahmen des Seminars werden wir uns sowohl mit der Biographie Peter Lilienthals als auch mit seinem (filmischen) Werk befassen. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf der Arbeit mit der Nachlassbibliothek liegen. Das Seminar wird blockweise stattfinden, zunächst digital (Zoom), dann im Moses Mendelssohn Zentrum und Ende Januar mit einem Workshop abschließen, der den Studierenden die Möglichkeit gibt, ihre Ergebnisse zu präsentieren (wird als Prüfungsleistung angerechnet).
Nachruf auf Peter Lilienthal im Deutschlandfunk (12.5.2023):
https://www.deutschlandfunkkultur.de/juden-machen-ihr-eis-zu-hause-nachruf-auf-filmemacher-peter-lilienthal-dlf-kultur-7473e7e7-100.html
Das Blockseminar findet an folgenden Terminen statt:
16.10.2025: 16.00-18.00 Uhr als Zoomsitzung
11.12.2025: 16.00-20.00 Uhr in Präsenz im MMZ
08.01.2026: 16.00-18.00 Uhr in Präsenz im MMZ
22.01. und 23.01.2026: 10.00-18.00 Uhr Workshop im MMZ
Mündliche Präsentation von eigenständigen Recherchen und eine entsprechende schriftliche Ausarbeitung