Kontrolle, Zensur und Verbote gehörten zum Alltag des DDR-Kulturbetriebes und beeinflussten maßgeblich die Literatur- und Filmproduktion. Die Lehrveranstaltung widmet sich den Strategien und Praktiken von Film- und Literaturzensur in der DDR. Anhand historischer Dokumente, ausgewählter Filme und literarischer Texte werden die Mechanismen kultureller Kontrolle sowie die kreativen Spielräume der Kunst im Spannungsfeld zwischen Anpassung und Widerstand untersucht.
Die erste Seminarveranstaltung vor Ort findet am 14.10.2025 statt, die zweite dann am 4.11.2025. Die Termine am 21. und 28.10.2025 werden von den Studierenden dazu genutzt, die verbotenen bzw. zensierten DEFA-Filme „Das Kaninchen bin ich” (R: Kurt Maetzig, 1965) und „Dein unbekannter Bruder” (R: Ulrich Weiß, 1982) zu sehen.
Die Filme sind auf YouTube auf dem Kanal DEFA Filmwelt frei zugänglich unter:
https://www.youtube.com/watch?v=JFK2JWUq-v8
https://www.youtube.com/watch?v=_q1Fp_VjBGM
Auswahlliteratur: Simone Barck, Martina Langermann, Siegfried Lokatis, „Jedes Buch ein Abenteuer!“ Zensursystem und literarische Öffentlichkeiten in der DDR bis Ende der sechziger Jahre, Berlin 1997.- Dagmar Schittly: Zwischen Regie und Regime. Die Filmpolitik der SED im Spiegel der DEFA-Produktionen, Berlin 2002.- Ralf Schenk (Hrsg.): Verbotene Utopie. Die SED, die DEFA und das 11. Plenum“ Berlin 2012.