Das Seminar diskutiert die ethische Dimension der Philosophie der Alltagssprache im Denken des amerikanischen Philosophen Stanley Cavell. Was bedeutet es, eine gemeinsame Sprache zu erwerben und sie aufrechtzuerhalten? Wie findet man seine eigene Stimme? Was bedeutet es, den Anderen zu verstehen, seine Stimme zu hören und seinen Ausdruck zu lesen? Diese Fragen werden anhand von Cavells Auseinandersetzung mit J. L. Austins Philosophie der Alltagssprache in Must We Mean What We Say? und A Pitch of Philosophy analysiert und durch Cavells kritische Auseinandersetzung mit Jacques Derridas Interpretation Austins vertieft. Schließlich wird Cavells Verständnis des Skeptizismus und des Problems des Fremdpsychischen in Knowing and Acknowledging analysiert, um die ethische Relevanz von Anerkennung und Responsivität gegenüber dem Anderen zu entfalten.
Referat mit Handout