Wie veränderten sich im geteilten Deutschland die Formen des Allein- und Zusammenlebens zwischen der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und der Wiedervereinigung? Ausgehend von dieser Leitfrage wird in diesem Seminar untersucht, in welchen politischen, gesellschaftlichen und juristischen Kontext Singles, Lebensgemeinschaften, Alleinerziehende und Kernfamilien eingebettet waren. Insbesondere wird dabei diskutiert, wie sich die Bewertung der Lebensformen veränderte und dies mit den Deutungsmustern einer „Restauration der Kernfamilie“, einer Vereinzelung und Individualisierung der Gesellschaft korrespondierte. Zudem wird die Frage des Verhältnisses der Generationen und Geschlechter diskutiert und die Vorstellungen zu „Vaterschaft“ und „Mutterschaft untersucht
Gestrich, Andreas, Geschichte der Familie im 19. und 20. Jahrhundert. 3., um einen Nachtrag erweiterte Auflage, München 2013.
Blockveranstanstaltung: Freitag, den 5.12.2025
Seminararbeit: Umfang ca. 25 Seiten