Der deutsche Bauernkrieg, an dessen 500. Jubiläum in diesem Jahr vielerorts in Deutschland erinnert wird, gehört in eine lange, weite Teile Europas umfassende regionale beziehungsweise lokale Aufstandsbewegung zur Verbesserung der rechtlichen Stellung und der Lebensverhältnisse der Bauern seit dem späten Mittelalter. Die bereits von den Zeitgenossen als Bauernkrieg bezeichneten Unruhen in der altständischen Gesellschaft zwischen den Jahren 1524/26 fanden in verschiedenen Teilen des Heiligen Römischen Reiches statt. Die zunächst rein säkularen Widerstandsbewegungen wurden durch die religiösen und sozialen Reformforderungen der frühen Reformation dynamisiert. Im Zentrum des Seminars stehen die Widerstandbewegungen im Süden und Südwesten des Reiches sowie die Ereignisse in Thüringen, die maßgeblich vom Wirken des Reformators Thomas Müntzer bestimmt waren. Die traditionelle altständische Gesellschaft wurde durch die Aufständischen herausgefordert.
Literatur wird im Seminar genannt.
seminarbegleitende Aufgaben, Klausur (90 Minuten) oder mündliche Prüfung (15 Minuten) als Modulprüfung.