Zwischen den Zeilen – Annotation als geisteswissenschaftliche Praxis - Einzelansicht

Veranstaltungsart Seminar Veranstaltungsnummer
SWS 2 Semester SoSe 2025
Einrichtung Institut für Germanistik   Sprache deutsch
Belegungsfrist 01.04.2025 - 10.05.2025

Belegung über PULS
Gruppe 1:
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    Tag Zeit Rhythmus Dauer Raum Lehrperson Ausfall-/Ausweichtermine Max. Teilnehmer/-innen
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Seminar Mi 12:00 bis 14:00 wöchentlich 09.04.2025 bis 16.07.2025  1.12.0.05 Sluyter-Gäthje 11.06.2025:  30
Kurzkommentar

Strukturieren, markieren, unterstreichen, kommentieren – es gibt viele Formen, Texte zu bearbeiten und mit zusätzlichen Informationen auszuzeichen. Diese Formen können "Annotation" genannt werden. Im Zentrum des Seminars steht also eine Methode, die Sie wahrscheinlich bereits zur Bearbeitung von Primär- und Sekundärtexten nutzen, die aber im Endprodukt Ihrer wissenschaftlichen Arbeit z.B. in Form einer Hausarbeit versteckt bleibt. Wir wollen diese Methode genauer unter die Lupe nehmen und den Prozess der Textbearbeitung und damit die Grundlage für die Argumenation und die Interpretation von literarischren Texten transparent machen. Dafür fragen wir uns zuerst, was Annotationen sind, welche Ziele sie verfolgen können und wie bei der Annotation vorgegangen werden kann.
Wir wollen darauf aufbauend praktisch arbeiten. Das heißt, Sie bringen Fragestellungen und Themen ein (z.B. Darstellung von Weiblichkeit oder Sehnsucht), die Sie zunächst in Gruppenarbeit strukturieren und in von Ihnen ausgewählten Texten mit dem digitalen Annotationswerkzeug CATMA annotieren. Aufbauend auf einem Vergleich Ihrer Annotationen wollen wir uns mit Dissens beschäftigen und Lösungsansätze diskutieren.


Ausgestattet mit dem Wissen zur Annotation werden wir uns mit dem Seminar "Alice Berend (1875-1938) – Humor in Kaiserreich und Weimarer Republik" austauschen und wollen gemeinsam das Phänomen Humor in den Texten von Alice Berend annotieren. Für den Austausch ist eine Blocksitzung am 11.06. von 10:30 - 16:00 Uhr vorgesehen.

Zum Schluss des Seminars beschäftigen wir uns mit der halbautomatischen Erstellung von Annotationen und darauf aufbauenden, kleinen Analysen.

Auf Grund der Blocksitzung ist der Termin der letzten Seminarsitzung bereits der 02.07.2025.

Literatur

Franken, Lina , Gertraud Koch und Heike Zinsmeister (2020): "Annotationen als Instrument der Strukturierung". In: Julia Nantke und Frederik Schlupkothen (Hrsg.): Annotations in Scholarly Editions and Research. S. 89-109. https://doi.org/10.1515/9783110689112

Jacke, Janina (2018): „Manuelle Annotation". In: forTEXT. Literatur digital erforschen. URL: https://fortext.net/routinen/methoden/manuelle-annotation [Zugriff: 24. Februar 2025].

Pagel, Jannis, Nils Reiter, Ina Rösinger und Sarah Schulz (2020): "Annotation als flexibel einsetzbare Methode". In: Nils Reiter, Axel Pichler und Jonas Kuhn (Hrsg.): Reflektierte Algorithmische Textanalyse: Interdisziplinäre(s) Arbeiten in der CRETA-Werkstatt. S. 125-143. https://doi.org/10.1515/9783110693973

 

Leistungsnachweis

GER_BA_004 / BM-LW2
Prüfungsversion 2014:
LA Deutsch:
3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse

BA Germanistik:
3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse

3 LP/Modulprüfung: Hausarbeit (K) oder Prüfungsgespräch (P)

Prüfungsversion 2020 (einschließlich Förderpädagogik Deutsch) + Orientierungsstudium 2019:
6 LP: Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse + Hausarbeit (15 Seiten) oder Prüfungsgespräch (LV)

Seminar: Wissenschaftliches Schreiben und Präsentieren
BM-SKG2:
3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse
3 LP/Modulteilprüfung (benotet): Hausarbeit (10-15 Seiten)

GER_BA_015:
3 LP (benotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse + schriftliche Ausarbeitung einer Gruppenarbeit (5 Seiten)


Strukturbaum
Keine Einordnung ins Vorlesungsverzeichnis vorhanden. Veranstaltung ist aus dem Semester SoSe 2025 , Aktuelles Semester: WiSe 2025/26