Strukturieren, markieren, unterstreichen, kommentieren – es gibt viele Formen, Texte zu bearbeiten und mit zusätzlichen Informationen auszuzeichen. Diese Formen können "Annotation" genannt werden. Im Zentrum des Seminars steht also eine Methode, die Sie wahrscheinlich bereits zur Bearbeitung von Primär- und Sekundärtexten nutzen, die aber im Endprodukt Ihrer wissenschaftlichen Arbeit z.B. in Form einer Hausarbeit versteckt bleibt. Wir wollen diese Methode genauer unter die Lupe nehmen und den Prozess der Textbearbeitung und damit die Grundlage für die Argumenation und die Interpretation von literarischren Texten transparent machen. Dafür fragen wir uns zuerst, was Annotationen sind, welche Ziele sie verfolgen können und wie bei der Annotation vorgegangen werden kann. Wir wollen darauf aufbauend praktisch arbeiten. Das heißt, Sie bringen Fragestellungen und Themen ein (z.B. Darstellung von Weiblichkeit oder Sehnsucht), die Sie zunächst in Gruppenarbeit strukturieren und in von Ihnen ausgewählten Texten mit dem digitalen Annotationswerkzeug CATMA annotieren. Aufbauend auf einem Vergleich Ihrer Annotationen wollen wir uns mit Dissens beschäftigen und Lösungsansätze diskutieren.
Ausgestattet mit dem Wissen zur Annotation werden wir uns mit dem Seminar "Alice Berend (1875-1938) – Humor in Kaiserreich und Weimarer Republik" austauschen und wollen gemeinsam das Phänomen Humor in den Texten von Alice Berend annotieren. Für den Austausch ist eine Blocksitzung am 11.06. von 10:30 - 16:00 Uhr vorgesehen.
Zum Schluss des Seminars beschäftigen wir uns mit der halbautomatischen Erstellung von Annotationen und darauf aufbauenden, kleinen Analysen. Auf Grund der Blocksitzung ist der Termin der letzten Seminarsitzung bereits der 02.07.2025.
Franken, Lina , Gertraud Koch und Heike Zinsmeister (2020): "Annotationen als Instrument der Strukturierung". In: Julia Nantke und Frederik Schlupkothen (Hrsg.): Annotations in Scholarly Editions and Research. S. 89-109. https://doi.org/10.1515/9783110689112
Jacke, Janina (2018): „Manuelle Annotation". In: forTEXT. Literatur digital erforschen. URL: https://fortext.net/routinen/methoden/manuelle-annotation [Zugriff: 24. Februar 2025].
Pagel, Jannis, Nils Reiter, Ina Rösinger und Sarah Schulz (2020): "Annotation als flexibel einsetzbare Methode". In: Nils Reiter, Axel Pichler und Jonas Kuhn (Hrsg.): Reflektierte Algorithmische Textanalyse: Interdisziplinäre(s) Arbeiten in der CRETA-Werkstatt. S. 125-143. https://doi.org/10.1515/9783110693973
GER_BA_004 / BM-LW2Prüfungsversion 2014:LA Deutsch:3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der ErgebnisseBA Germanistik:3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse3 LP/Modulprüfung: Hausarbeit (K) oder Prüfungsgespräch (P)Prüfungsversion 2020 (einschließlich Förderpädagogik Deutsch) + Orientierungsstudium 2019:6 LP: Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse + Hausarbeit (15 Seiten) oder Prüfungsgespräch (LV)Seminar: Wissenschaftliches Schreiben und PräsentierenBM-SKG2:3 LP (unbenotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse3 LP/Modulteilprüfung (benotet): Hausarbeit (10-15 Seiten)GER_BA_015:3 LP (benotet): Mitarbeit an Gruppenarbeiten und Vorstellung der Ergebnisse + schriftliche Ausarbeitung einer Gruppenarbeit (5 Seiten)