Das Seminar beschäftigt sich mit dem deutschen Autor Johannes Bobrowski (1917-1965), der ca. fünfzehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Gedichte, kurze Prosa und zwei Romane geschrieben hat, die sich auf sprachlich besondere Weise mit der Thematisierung und poetischen Darstellbarkeit von Erinnerungsprozessen und von individueller oder historischer Vergangenheit beschäftigen. Wir gehen der Frage nach, wie in der frühen Nachkriegszeit ein Autor versucht, die vorausgehende Erfahrung des Krieges und des Verlustes seiner ostpreußischen Heimatregion (u.a. Königsberg) sowie das Bewusstsein von der historischen Schuld der Deutschen gegenüber der Bevölkerung in Osteuropa literarisch darzustellen. Neben dem Roman „Levins Mühle. 34 Sätze über meinen Großvater“ (1964) werden mehrere kurze, teilweise experimentelle Erzähl- und Prosatexte des in der DDR lebenden, in beiden deutschen Staaten stark beachteten und nachwirkenden Autors behandelt.
Prüfungsversion 2014: -(BL/B2) BM-LW2: 3 LP (unbenotet): zwei Ausarbeitungen (Lektüre oder Forschung, je 1,5 S.) 3 LP/Modulprüfung: Hausarbeit (K) oder Prüfungsgespräch (P) Prüfungsversion 2020 (einschließlich Förderpädagogik Deutsch): 3 LP: zwei Ausarbeitungen (Lektüre oder Forschung, je 1,5 S.) 6 LP: zwei Ausarbeitungen (Lektüre oder Forschung, je 1,5 S.) + Hausarbeit (15 S.) oder Prüfungsgespräch Orientierungsstudium 2019: 3 LP (unbenotet): zwei Ausarbeitungen (Lektüre oder Forschung, je 1,5 S.)