Literaturzeitschriften sind eine wichtige kulturhistorische Quelle. Durch sie lässt sich ein differenzierter Einblick nicht nur in thematische und ästhetische Tendenzen oder in die Rezeption von Autorinnen und Autoren zu einer bestimmten Zeit gewinnen, sondern ebenso in den Literaturbetrieb und in theoretische und kulturpolitische Debatten. Allerdings erfordert dieser Einblick meist eine aufwendige und zeitintensive Recherche, da ‚von außen‘ schwer abzuschätzen ist, was die einzelnen Hefte eines Jahrgangs tatsächlich enthalten; auch der Blick in das gedruckte Inhaltsverzeichnis hilft meist nur wenig weiter.
Am Beispiel der Literaturzeitschrift „Neue Deutsche Literatur”, die ab 1953 in der DDR erschien und vom Schriftstellerverband der DDR herausgegeben wurde, soll die eigenständige Verschlagwortung von Zeitschriftenbeiträgen und die Daten-Eingabe in die bereits angelegte Zotero-Datenbank (Open Access) für die künftige öffentliche Nutzung unternommen werden: https://www.zotero.org/search/?q=neue%20deutsche%20lliteratur&type=group
Flankiert wird die überwiegend eigenständige Arbeit in Kleingruppen durch einführende Seminarsitzungen, die Grundkenntnisse zur Verschlagwortung (Indexierung) sowie zur Literaturgeschichte insbesondere der DDR der 1960er-/1970er Jahre vermitteln.
Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft zu einer selbstständigen inhaltlichen Texterschließung und zur sorgfältigen regelhaften Dateneingabe. Besondere Software-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
2 LP (unbenotet): Interpretationsansatz und Kommentar (Indexierung von zwei Heften) (MA LA 2020)
3 LP (unbenotet): Interpretationsansatz und Kommentar (Indexierung von drei Heften) (MA LA 2020 – nur: Sek. II)
4 LP: Indexierung von drei Heften + Prüfungsgespräch (LV) (MA LA 2020): Thesenpapier zu zwei Aufsätzen (Literaturgeschichte DDR); Interpretationsansatz zu einem selbstgewählten Beitrag
5 LP (unbenotet): Indexierung von vier Heften; Schriftlicher Interpretationsansatz zu einem selbstgewählten Beitrag (5 Seiten) (MA GER 2020)